Tipps für den Frühlingsputz:

Die besten Pflegetipps für einen top vorbereiteten Grill.

Endlich Frühling... Das lange Warten hat ein Ende! Wenn die Welt aus dem Winterschlaf erwacht, lechzen wir förmlich nach frischen Aromen und Essen im Freien. Wir verraten euch, wie ihr das Wintergrau hinter euch lasst und euren Grill fit macht für die bevorstehende Grillsaison.

 

5 Schritte zur Vorbereitung deines Gasgrills für Frühling und Sommer:

1)  Den Gasschlauch mit Seifenwasser auf Lecks überprüfen

2)  Den Gasgrill richtig reinigen

3)  Auf Spinnen, Nagetiere und Insekten überprüfen

4)  Den Füllstand in deiner Propangasflasche messen

5)  Zur Sicherheit einen Testlauf starten

 

     

    1)  Den Gasschlauch mit Seifenwasser auf Lecks überprüfen

      Mit Gaslecks ist nicht zu spaßen, aber zum Glück sind sie einfach zu finden. Gerade, wenn der Grill länger nicht benutzt wurde, sollte man den Schlauch unbedingt auf Lecks kontrollieren. Mit etwas Spülmittel und Wasser ist das schnell gemacht.

      Ehe es losgehen kann, müssen alle Gasregler an deinem Nexgrill auf AUS gedreht werden. Als Nächstes nimmst du eine Schüssel oder Sprühflasche und mischst darin Spülmittel und Wasser im Verhältnis 50:50. Dann erzeugst du Druck, indem du das Ventil an der Propangasflasche öffnest. Ganz wichtig: nicht den Grill anzünden, nur die Gaszufuhr aufdrehen!

      Anschließend pinselst oder sprühst du das Gasventil, den Schlauch und den Regler mit der Seifenlauge ein. Trage die Lösung auf der gesamten Länge der Gasleitung auf. Bei einem Grill mit Seitenbrenner müssen auch diese Ventilverbindungen mit der Lauge bedeckt sein.

      Sind irgendwo Blasen zu sehen? Falls nicht, ist alles dicht und deiner Grillsession steht nichts mehr im Weg. Bilden sich irgendwo Blasen, deuten sie auf eine undichte Stelle hin. In dem Fall muss das Leck vor dem nächsten Grillen unbedingt beseitigt werden.

       

      2)  Den Gasgrill richtig reinigen

      Grillroste: 
      Grillroste lassen sich am besten reinigen, wenn sie warm sind. Dafür einfach den Grill einschalten, bis die Roste gut erhitzt sind. Den Grill anschließend wieder ausmachen, Grillhandschuh anziehen und eine Grillbürste in Wasser tauchen. Der Dampf hilft beim Schrubben, daher sollte die Bürste immer wieder nass gemacht werden. Wichtig: Den Grill nicht kalt werden lassen, sonst lässt sich der Schmutz schlechter lösen.

      Edelstahl:  
      Edelstahl bekommt man am besten durch sanftes Schrubben mit einem milden Reinigungsmittel sauber. Indem du spezielle Edelstahlreiniger und -bürsten verwendest und vorsichtig in Richtung der Struktur arbeitest, vermeidest du Kratzer auf der Oberfläche.

      Grillbrenner: 
      Bevor du anfängst, muss der Grill komplett ausgeschaltet und abgekühlt sein. Mit einer Drahtbürste lassen sich die Brenner außen reinigen. Für besonders hartnäckige Verkrustungen kannst du auch einen Metallspachtel nehmen. Verstopfte Düsen kriegt man mit einer gerade gebogenen Büroklammer wieder frei. (Bitte niemals Holz-Zahnstocher o. ä. verwenden, da sie abbrechen und die Düsen blockieren können.)

      Fettauffangschale:  
      Die Fettauffangschale sollte von Zeit zu Zeit geleert und ausgewischt werden, damit das angesammelte Fett nicht überläuft. Zwar läuft die Schale nicht bei jedem Grillen voll, aber gelegentlich solltest du sie schon leeren und mit einer Lauge aus mildem Reinigungsmittel und warmem Wasser reinigen.

      Profi-Tipp: 
      Eine Reinigungslösung lässt sich ganz einfach selbst herstellen: Dafür je 1 Teil Wasser mit 1 Teil destilliertem Weißweinessig mischen. In einer Sprühflasche gut vermischen und dann großzügig auf die zu reinigenden Flächen spritzen. Ungefähr eine Stunde einweichen lassen, damit sich alle Schmutzreste lösen, und dann mit einem Schwamm wegwischen.

       

      3)  Auf Spinnen, Nagetiere und Insekten überprüfen

      Niemand mag gegrillte Mäuse... Uns jedenfalls ist niemand bekannt. Doch leider nutzen Spinnen, Insekten und Mäuse Grills gern als Unterschlupf. Dort können sie allerlei Probleme verursachen, darunter ungleichmäßige bzw. unzureichende Hitze, eine gelbe Flamme mitsamt Gasgeruch oder Knallgeräusche von den Brennern. Tritt eines dieser Phänomene auf, solltest du den Grill sofort ausschalten und nach Spinnen oder anderen Schädlingen Ausschau halten.

      Verstopfte Rohre können unter dem Grill einen Brand auslösen. Wurde der Grill länger nicht benutzt, sollten vor dem Einschalten daher immer alle Brennerrohre und Ventile kontrolliert werden. Falls es in Grillnähe viele Spinnen gibt, ist es ratsam, die Rohre einmal im Monat zu reinigen.

      Und so geht's: Schraube zuerst alle Schläuche ab und säubere die Öffnungen mit einem Pfeifenreiniger. Entferne etwaige Spinnweben oder Nistmaterial. Dafür eignet sich Druckluft gut.

      Natürlich solltest du vor dem nächsten Grillen auch möglichen Nagerkot entfernen. Falls du solche Hinterlassenschaften in deinem Grill findest, solltest du die Fläche gründlich mit Desinfektionsmittel reinigen, ehe du überhaupt wieder ans Grillen denkst. 

       

      4)  Den Füllstand in deiner Propangasflasche messen

      Ale eines der großen Dramen beim Grillen mit Propan gilt die gefürchtete leere Gasflasche.

      Bei einem Grill ohne Füllstandanzeige lässt sich manchmal schlecht abschätzen, wie viel Gas noch in der Flasche ist. Mit einem Trick kann man die Restmenge dennoch bestimmen: Man nimmt ein Glas Wasser und gießt es seitlich über die Gasflasche. Nach einer Minute klopft man die befeuchtete Fläche vorsichtig ab.

      Dort, wo sie sich kühler anfühlt, ist noch Propan in der Flasche. Der wärmere Teil der Flasche ist innen leer. 

       

      5)  Zur Sicherheit einen Testlauf starten

      Ehe du dich in den Vorbereitungen für das erste große Gillgelage des Jahres stürzt, solltest du den Grill vorab einmal anmachen und brennen lassen. Vergewissere dich, dass alle Brenner zünden und funktionieren.

      Kontrolliere die Farbe der Flammen. Eine blaue Flamme mit gelber Spitze ist das, was du willst - und nicht nur, weil sie so hübsch aussieht. Eine komplett gelbe Flamme bedeutet in der Regel, dass nicht genug Druck aus deiner Gasflasche aufgebaut wird. 

      Um das Ganze zu überprüfen, musst du lediglich den Grill anschalten und eine Minute lang brennen lassen. Kein Blau weit und breit? Dann schalte den Grill aus. Und zwar komplett. Drehe den Gasbehälter und alle Regler zu und trenne die Gasflasche von den Ventilen.